Es gibts nichts privateres als unsere Wohnung. Die Psychologie sagt, die Wohnung ist die Erweiterung unserer Persönlichkeit. Wenn wundert es auch. Wir passen unsere Wohnung an unsere Bedürfnisse an, füllen sie mit Erinnerungen und emotionalen Momenten. Diese Bedürfnisse setzen die Wohntrends der Zukunft!

Ich bin derzeit auf der Suche nach einer neuen Wohnung und beschäftige mich dementsprechend sehr intensiv mit den Gedanken, was ich aus meiner jetzigen Wohnung mitnehme und was nicht. Denn mit der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, entwickelt man auch einen anderen Geschmack und das äußert sich in der Art des Lebens aus. Was sich wiederum auf den Stil des Wohnens auswirkt. Somit kann man behaupten, dass unser Lebensstil unsere Art des Wohnens beeinträchtigt und Trends entwickelt. Die Trendforscherin Gudy Herder hat sich das mal genauer angesehen und folgende Wohntrends der Zukunft analysiert:

Wohntrends der Zukunft - lesfactoryfemmes.com

Oase als Zuhause

In einer zunehmend vernetzten Welt, war das Verlangen nach Ruhe in den eigenen vier Wänden noch nie so groß wie derzeit. Die Tendenz geht dahin, dass wir unser Zuhause als Oase sehen. Das Badezimmer verwandeln wir in ein Spa. Mit hochwertigen Handtüchern, Duftkerzen und Pflanzen. Wir investieren in Designerstücke, um Errungenschaft um uns zu haben. Mitbringsel aus dem Urlaub nutzen wir für Momente der Erinnerung.

 

Wir wollen uns 2018 abheben – Individualität steht im Vordergrund.

 

 

unsere Favoriten im Badezimmer

 

Sehnsucht nach Haptik

Wusstet ihr, dass wir unser Handy im Durchschnitt 2617 Mal pro Tag berühren? Und aufgrund dieser dauernden Berührung mit einer aalglatten Oberfläche, sehnen wir uns nach anderen Oberflächen im Interiorbereich. Gudy Herder schließt darauß, dass zerstörte, raue und rohe Oberflächen gefragt sein werden. Massivholzparkett, der je nach Jahreszeit sich bewegt und Laute von sich gibt. Steingut und Samt, sie sollen unsere Sehnsucht nach Haptik stillen. Die Themen Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und Markentransparenz wird in Frage gestellt.

 

Die Natur rückt in den Vordergrund

Die Farben der Natur bleiben uns im Haus erhalten. Grüntöne wie Salbei und Minze bereichern uns auch im Herbst und Winter 2018. Es kommen auch Farbakzente hinzu. Ein schönes starkes Rot und Butterblumengelb werden unsere Accessoires und Dekorationen beeinflussen. Das wird aber die Pflanzen nicht ersetzen, sie werden ebenfalls als fester Bestandteil in den vier Wänden bleiben.

unsere Favoriten fürs Wohnzimmer:

 

Um konventionellen Kunststoff zu vermeiden, arbeiten Designer mit recycelbaren Materialien. Ein gutes Beispiel dazu, liefert uns das Duo Jonas Edvard & Brite Sebastian Cox mit Lampenschirmen aus Pilzen. Sie wachsen in wenigen Wochen zu einer formbaren Masse, die die Designer  zu Lampenschirmen modellieren.

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Akzente der Opulenz

Wie ihr ja wisst, entwickelt sich zu jedem Trend auch ein Gegentrend. Der Minimalismus zieht sich zurück. Ihm gegenüber steht nun der mystische Stil. Inspiriert durch die Nacht. Wie in Tausend und einer Nacht. Edelsteine, Samt, Marmor, Stuck und dunkles Holz. Dieses Jahr verlangt nach mehr Opulenz und das sehen wir auch in der Mode. Gucci hat es uns auf den Laufstegen schon präsentiert. In den Interior Designs werden mehr Lederapplikationen hinzukommen. Bettwäsche mit aufwendigen Bestickungen und Holz wird in den Vordergrund treten.

unsere Favoriten zum Thema Opulenz:

 

Der Kreis – eine runde Sache

Wir sehnen uns nach Gesellschaft, guten Gesprächen und Geborgenheit. Die Salonkultur kommt zurück. Zu erkennen ist das an den neuen Hotelkonzepten. Die Lobby ist als Treffpunkt gefragter den je und das nicht nur für Hotelgäste. Co-Working-Spaces werden immer wichtiger. Ruth Wassermann von Made.com spricht hierbei von Boutique-Hotels, die sich durch individuelle Designs auszeichnen. Sie dienen als Quelle für Inspiration, sowohl für Marken, als auch für Besucher. Diese Designs sollen zuhause adaptiert werden.

Das waren die Wohntrends der Zukunft von Gudy Herder und Ruth Wassermann

Was ich euch persönlich noch mitgeben möchte:

Wichtig ist es beim Einrichten keine Scheu davor zu haben neue Sachen auszuprobieren, um seinen eigen Stil in den eigenen vier Wänden zu finden. Natürlich ist es gut Trends nachzugehen, aber eher in den Dingen die sich leicht wieder ändern lassen (Vorhänge, Bettwäsche, Wandfarbe,…).

Ich bin was die Möbel selbst anbelangt noch sehr altmodisch und setze immer noch gerne auf zeitlose Teile. Alle von einer Brand zu kaufen wäre fatal, kombiniert Neues mit Vintage oder Flohmarkt Schätzen. Ich liebe Dinge die etwas zu erzählen haben. Die eine Geschichte besitzen. Mischt alt mit neu, weich mit hart – Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Und dass der Trend in unserer sehr vernetzten und digitalen Welt sich danach sehnt, sein Zuhause als Ruhepol und Oase zu gestalten, begrüße ich sehr!

Love Deea.